Adoption - Vermittlung

Tiere aus dem Ausland

Krankheiten

Hundewissen


Adoption - Vermittlung


Q. Wie ist das mit der Adoption

Um weiterhin unseren Hunden helfen und sie bestmöglichst - zuerst im spanischen Tierheim, später in Pflegestellen in Deutschland - versorgen zu können, benötigen wir neben Sachspenden auch finanzielle Hilfe. Daher geben wir unsere Hunde ausschließlich gegen Schutzvertragund Schutzgebühr nach vorheriger Vorkontrolle ab. Die Vor-/Platzkontrolle soll uns helfen, möglichst den passenden Hund für Sie zu finden, was natürlich nur durch vorherige ausführliche Gespräche und einen persönlichen Kontakt möglich ist. Der Schutzvertrag ist kein Kaufvertrag - Sie verpflichten sich mit ihrer Unterschrift des Vertrages zu artgerechter Haltung und liebevoller Fürsorge sowie zur Rückgabe des Tieres ausschließlich an uns für den Fall, dass Sie das Tier - aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr bei sich behalten und ordnungsgemäß versorgen können. Die Schutzgebühr ist vergleichbar mit einer Spende, die - wenigstens teilweise -sicherstellt, dass wir weiterhin Tiere in unserem Tierheim aufnehmen und versorgen können. Daher kann sie im Falle einer Rückgabe eines bereits adoptierten Tieres auch nicht zurückgezahlt werden.

 

Die Schutzgebühr setzt sich aus folgenden Kosten zusammen:

 Impfung Tollwut, Impfung Vanguard*, Wurmkur, Chip, Blutanalyse, Kastration und Reisekostenanteil.

Das kostet ein Hund im Tierheim:

Eine Hündin kostet: Ein Rüde:

Beim Tierarzt in Spanien

Tierklinik in Spanien

 

Beim Tierarzt in Spanien

Tierklinik in Spanien

Chip

 30,00

5,00

 

  30,00

5,00

Tollwut

 12,50

12,50

 

  12,50

12,50

Vanguard*

 18,00

18,00

 

  18,00

18,00

Kastration

130,00

75,00

 

  60,00

 50,00

Blutanalyse

 35,00

35,00 

 

  35,00

 35,00

Entwurmung

 12,00 

12,00

 

  12,00

 12,00

 

 

 

 

 

 

Reise :

  50,00

50,00

 

  50,00

 50,00

 

 

 

 

 

 

Total :

287.50

207,50

 

 217,50

182,50

*Schutzimpfung gegen Staupe, Leberentzündung (Hepatitis contagiosa canis H.c.c.), Zwingerhusten, Parvovirose und Leptospirose

Die Kosten für Futter, Aufzuchtmittel, die Bezahlung der Pfleger, Versorgung kranker/verletzter Tiere etc. sind in dieser Berechnung nicht enthalten!!!



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Q. Darf ich ein Tier zur Pflege OHNE weiteres aufnehmen?

Hier gibt es ein eindeutiges JA, denn das Bundesverwaltungsgericht hat am 23.10.2008 wie folgt entschieden:

Organisation von Pflegestellen für Tiere in Privatwohnungen nicht erlaubnispflichtig
___________________________________________________________________
Ein Verein bedarf keiner Erlaubnis nach dem Tierschutzgesetz, wenn er Tiere aufnimmt und bis zur Vermittlung an neue Halter von Tierfreunden – auf Kosten und nach Vorgaben des Vereins – vorübergehend in deren Wohnungen betreuen lässt. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute entschieden.

Einem Tierschutzverein wurde diese Tätigkeit von der zuständigen Behörde mit der Begründung untersagt, er betreibe eine einem Tierheim ähnliche Einrichtung ohne die dafür nach dem Tierschutzgesetz erforderliche Erlaubnis. Seine Klage war vor dem Verwaltungsgericht und dem Oberverwaltungsgericht erfolglos. Das Bundesverwaltungsgericht dagegen hat dem Verein Recht gegeben und den Untersagungsbescheid der Behörde aufgehoben.

Eine Einrichtung ist nur dann einem Tierheim ähnlich - und deshalb erlaubnisbedürftig -, wenn die Gründe, die für die Erlaubnispflicht eines Tierheims sprechen, bei der "ähnlichen Einrichtung" in gleicher Weise bestehen. Auf die von dem Kläger organisierte vorübergehende Unterbringung der Tiere in verschiedenen Pflegestellen trifft das nicht zu. In einem Tierheim werden viele Tiere an einem Ort zur gleichen Zeit gehalten. Daraus ergeben sich einerseits besondere Anforderungen an eine dem Tierschutzrecht entsprechende artgerechte Unterbringung der Tiere und an die Fachkenntnisse des Leiters. Andererseits rechtfertigen diese Besonderheiten auch das Erfordernis einer vorherigen behördlichen Prüfung und Erlaubnis.

BVerwG 7 C 9.08 – Urteil vom 23. Oktober 2008

Quelle:
Pressestelle des Bundesverwaltungsgerichts
Simsonplatz 1, 04107 Leipzig - Postfach 10 08 54, 04008 Leipzig
Internet: www.bundesverwaltungsgericht.de
E-Mail: pressestelle{at)bverwg[dot)bund[dot)de

 



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Tiere aus dem Ausland


Q. Häufig hört man Argumente wie "Tiere aus dem Ausland schleppen Krankheiten und Seuchen ein" und "Man sollte doch erstmal in den eigenen Tierheimen helfen"!

Man sollte sich durch das Argument, dass Seuchen/Krankheiten, bei uns eingeschleppt werden können, nicht davon abhalten lassen, einer dieser armen Nasen hier ein Zuhause zu geben. Die Tiere sind in den Ländern vor Ort eigentlich schon ganz gut 'präpariert' (Impfungen, Untersuchungen, Quarantäne usw.), bevor sie nach Deutschland kommen. Aber es sollte natürlich, speziell in der ersten Zeit, eine genaue Beobachtung durch die eigene Person sowie auch durch einen TA gewährleistet sein. Unsere Tierärzte, sowie auch die Medizin und die Untersuchungen sind ja wesentlich weiter und auch intensiver als in den meisten anderen Ländern, so dass dadurch eine Zunahme eventueller Krankheiten/Seuchen verhindert wird, falls doch einmal eine Krankheit im Vorfeld nicht erkannt werden konnte.

Leishmaniose z.B. kommt weltweit bei Mensch und Tier vor. Im Europäisch-Mediterranen Raum, aber auch in Deutschland (bisher allerdings nur in Baden-Württemberg) und der Schweiz  gibt es ausschließlich den Erreger der inneren Leishmaniose "Leishmanium infantum", mindestens 9 verschiedene Arten. Im Mittelmeerraum sind viele Menschen infiziert (in Südfrankreich 30-40% der Bevölkerung), AUCH VIELE TOURISTEN, ohne je ein Symptom zu zeigen oder es überhaupt zu bemerken. Ernste Gefahr besteht nur für Schwerstkranke oder Säuglinge. Besonders für die wachsende Zahl der Hunde, die ihre Halter auf Reisen in mediterrane Länder begleiten ist die Prognose bei einer Leishmaniose-Erkrankung schlecht. Hunde, die in Leishmaniose-Gebieten leben und aufgewachsen sind, haben sich oft bereits mit der Krankheit auseinandersetzen müssen. Wenn ihr Immunsystem stabil ist (und das ist es meist), haben sie einen natürlichen Immunschutz erworben. Sie zeigen dann zwar einen Antikörper-Titer im Test, haben aber KEINE Leishmaniose. Die Leishmanien befinden sich bei Hund und Mensch in den Zellen der Leber, der Milz, des Knochenmarks und der weißen Blutkörperchen, die für den körpereigenen Schutz zuständig sind. Damit schädigen sie das Immunsystem. Eine Übertragung durch Hundespeichel ist somit auszuschließen, da sich dort keine weißen Blutkörperchen befinden.

Um also die Zunahme von z.B. Leishmaniose zu verhindern, müßte man den Menschen das Reisen verbieten.

Man hört auch häufig das Argument, dass man doch erst mal hier in Tierheimen helfen sollte. Dazu kann man eigentlich nur sagen, dass man sich einfach mal mit den Lebensbedingungen dieser Nasen dort beschäftigen sollte, dadurch wird man sehr schnell anderen Sinnes. Sie werden bestialisch ermordet und vorher aus lauter Spass an 'ich weiß nicht was' gequält. Und wer von ihnen das Glück hat in ein ortsansässiges Tierheim zu kommen, der lebt auch da nicht wirklich gut. Im Gegensatz zu unseren Tierheimen, die trockene, grosse, warme Innenzwinger und manchmal sogar eine Fußbodenheizung haben, müssen die Tiere in Spanien häufig mit 1-2 Artgenossen in 2qm Zwingern leben, die oftmals nicht einmal in einem geschlossenen Gebäude sind; auf kalten Betonböden, ohne Heizung und auch bestimmt nicht trocken. Oft gibt es noch nicht einmal Decken, wenn sie Glück haben vielleicht etwas Stroh; es fehlen einfach die Mittel. Die Tierheime dort werden meist von Privatleuten, wie wir es sind, organisiert und finanziert. Der Tierschutz hat in Spanien nun mal keine Lobby !!!

Bei uns in Deutschland gibt es viele Helfer, Gassigeher und Menschen, die halt auf andere Art irgendwie helfen können und dies auch gern tun; in Spanien gibt es dieses Bewusstsein Tieren gegenüber meistens nicht. Tierheime werden bei uns unterstützt; in Spanien werden sie meistens boykottiert, wenn nicht sogar angegriffen und im schlimmsten Fall werden dort alle Hunde auf bestialische Art und Weise von Gegnern umgebracht.

Wir denken, dass das genug Gründe sind, sich für diese Tiere zu engagieren und sie nach Deutschland in ein würdevolles Leben zu holen !!!

Sicher ist es oftmals anstrengend und zeitintensiv solchen Nasen zu helfen, und meistens hat man das Gefühl, dass es nur ein Tropfen auf dem heissen Stein ist. Aber wenn wir auch nur einem dieser gequälten und geschundenen Wesen Freude am Leben (wieder)geben, dann hat sich der Aufwand und die Mühe schon gelohnt.



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Krankheiten


Q. Leishmaniosekongress in Sevilla 2002

Neues vom Leishmaniosekongress in Sevilla 2002

Leishmaniose ist eine weltweit vorkommende Parasitose mit unterschiedlichen Krankheitsbildern bei Mensch und Tier, bei der die Erreger (Leishmanien) durch den Stich der Sandmücke übertragen werden. Eine direkte Form der Ansteckung, über Blut oder Speichel ist NICHT nachgewiesen und reine Spekulation. Leider wird die gegenteilige, absolut unwissenschaftliche Meinung immer wieder auch von Tierärzten (oft auch aus Unwissenheit) verbreitet und damit Hundebesitzer in Panik versetzt, die dann vielleicht sogar ihren Hund abgeben, was natürlich völlig unüberlegt und falsch ist.

Leishmanien

Im Europäisch-Mediterranen Raum gibt es ausschließlich den Erreger der inneren Leishmaniose, Leishmanium infantum, mit derzeit mindestens 9 verschiedenen "Rassen", davon sind manche mehr, andere weniger krankheitserregend. Nicht alle 9 Rassen kommen in den gleichen Gebieten/Regionen vor. Deshalb ist es auch für die Therapie wichtig, eine Stammbestimmung (Rassenbestimmung) durchzuführen. Die Leishmanien befinden sich beim Hund und Mensch in den Zellen der Leber, der Milz, des Knochenmarks und der weißen Blutkörperchen, die für den körpereigenen Schutz zuständig sind. Damit schädigen sie das Immunsystem. Eine Übertragung durch Hundespeichel ist somit auszuschließen, da sich dort keine weißen Blutkörperchen befinden.

Die Sandmücke

Leishmaniose kann sich NUR mit dem Vorkommen der Sandmücke als Überträger verbreiten. Es gibt sie in allen mediterranen Ländern, in Regionen von Tunesien, Griechenland, Türkei, Portugal, Südfrankreich, Spanien, den Kanaren, Sizilien, aber auch in Deutschland (bisher nur Baden-Württemberg) und der Schweiz. Sie sind nur von Frühling bis Spätsommer unterwegs, besonders August, September. Sandmücken sind windempfindlich, sind also nie direkt am Meer und fliegen nur nachts, etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang bis eine Stunde vor Sonnenaufgang. Ihre maximale Flughöhe beträgt 3 Meter, nur "gelbes Licht" lockt sie höher. Neonröhren, Energiesparlampen oder Quarzlampen haben kein gelbes Licht. Für einen dieser schmerzenden Stiche braucht das Insekt etwa 5 Minuten, also sticht es nur schlafende Lebewesen, um nicht gestört oder abgewehrt zu werden. Statistisch gesehen erhält jeder Hund in den gefährdeten Regionen ca. 300 Stiche (!) pro Nacht, etwa 0,3 % der Mücken sind mit Leishmanien infiziert, also jeder Hund erhält - rein statistisch - einen infektiösen Sandmückenstich pro Nacht. Vor allem Nase und Unterbauch sind bei den Hunden gefährdet.

Prophylaxe

Das Tier sollte nachts nicht im Freien oder im Auto schlafen. Fenster sind mit dünnmaschigen Moskitonetzen zu schützen. SCALIBOR - ein hochwirksames Halsband der Firma Intervet - sollte dem Hund zum Schutz angelegt werden. Bei Reisen in Mittelmeerländer sollte es zur Prophylaxe dem Hund bereits ca. 14 Tage vor Reisebeginn angelegt werden, damit sich der Wirkstoff über den Körper verteilt. Es schützt auch vor anderen Parasiten und wirkt etwa 6 Monate. SCALIBOR verhindert auch ein weiteres Verbreiten der Infektion.

Symptome

Die Erreger, Leishmania infantum, äußert sich sekundär über die Haut, primär sind die inneren Organe befallen. Im Mittelmeerraum sind viele Menschen infiziert (in Südfrankreich 30 - 40 % der Bevölkerung), auch viele Touristen, ohne je ein Symptom zu zeigen oder es überhaupt zu bemerken. Ernste Gefahr besteht nur für Schwerstkranke oder Säuglinge.
Inwieweit ein Tier überhaupt erkrankt, ist regional unterschiedlich und hängt von verschiedenen Faktoren ab: a) vom Leishmania-Stamm, der mehr oder weniger krankmachend ist (kein Stamm hat sich nur auf Hunde "spezialisiert"), b) vom Immunstatus und Alter des Hundes (ein gesunder, junger Hund - bis 5 Jahre - kann die Infektion selbst gut bekämpfen) und c) von der Hunderasse (Bobtail, Schäferhund und Husky in Italien oder Spanien sind stärker gefährdet).
Besonders für die wachsende Zahl der Hunde, die ihre Halter auf Reisen in mediterrane Länder begleiten, ist die Prognose bei einer Leishmaniose-Erkrankung schlecht. Hunde, die in Leishmaniose-Gebieten leben und aufgewachsen sind, haben sich oft bereits mit der krankheit auseinandersetzen müssen, ist ihr Immunsystem ist stabil (und das ist es meist), haben sie einen natürlichen Immunschutz erworben. Sie zeigen dann zwar einen Antikörper-Titer im Test, haben aber KEINE Leishmaniose.

Ein infizierter Hund kann sehr vielfältige Symptome zeigen, die aber auch auf andere Erkrankungen hinweisen können. Das Fehlen von Symptomen ist aber kein Hinweis darauf, dass der Hund nicht infiziert ist. Nur Tests bringen einen Nachweis. Symptome können sein: schleichender Gewichtsverlust, Lahmheit, Trägheit, Appetitlosigkeit, Haarverlust (besonders um die Augen), Schuppenbildung, Hautwunden (oft nässend, meist kreisrund - an Ohren, Kopf, Nasen und an den Beinen), Nasenbluten, Lymphknotenschwellung, Blutarmut (Anämie), "Ausfransen" der Orränder mit Schuppenbildung, Nierenschädigung.

Tests

Es gibt verschiedene Tests, die mehr oder weniger genaue Ergebnisse hervorbringen und auch von verschiedenen Kriterien beeinflusst werden können.

Bluttest: Dabei wird untersucht, ob vom Körper Antikörper gebildet wurden und wie viel (Antikörper-Titer). Relativ ungenau, da das Ergebnis von vielen Faktoren beeinflusst werden kann. Der Titer kann hoch sein, wenn der mediterrane Hund sich gerade mit der Infektions selbst auseinandersetzt und schon eine natürliche Immunabwehr gebildet hat. Dieser Hund erkrankt nicht. Auch Stress für den Hund kann das Immunsystem durcheinander bringen und zu falschen Ergebnissen führen. Es kann eine "Kreuzreaktion" mit einer anderen Infektion geben (Ehrlichiose, Babesiose u.a.), d.h. das Immunsystem arbeitet auf "Hochtouren", ein erhöhter Titer wird angezeigt, obwohl der Hund nie eine Sandmücke gesehen hat. Im Labor werden oftmals nicht die richtigen Testsubstanzen für die entsprechende Region verwendet, d.h. ein Labor in Italien nutzt Substanzen, die nur Leishmanienstämme aus Indien oder Spanien anzeigen (oft eine Preisfrage). Auch der sogenannte Schnelltest, der häufig in südlichen Ländern angeboten wird, bietet absolut ungenaue Ergebnisse mit wenig Aussagekraft.

Knochenmark und Lymphknotentest: Es wird - unter lokaler Narkose - ein Punktat entnommen und mikroskopisch auf Leishmanien untersucht. Leider sind nur wenige Tierärzte dazu in der Lage, diesen Test durchzuführen. Er bringt genaue Ergebnisse. Weiterhin gibt es ein molekulares Nachweisverfahren aus Knochenmark (PCR), bei dem der Nachweis von Bruchstücken aus Leishmanien-DNA (Erbinformation) erfolgt, der aber für mediterrane Hunde nicht in Frage kommt, da nachgewiesen wurde, dass - rein statistisch - jeder dort lebende Hund bereits einen infektiösen Sandmückenstich pro Nacht bekommt und so ein Antikörper-Titer bereits vorhanden ist, da sich sein Immunsystem bereits mit den Leishmanien auseinandergesetzt hat. Für die "Urlaubshunde" kann hiermit ein genaues Ergebnis erwartet werden. Auch hier gibt es nur wenige Labore, die dazu in der Lage sind.

Therapie

Für den Hund stehen zahlreiche therapeutische Verfahren zur Verfügung, die aber individuell je nach Erregerstamm, Konstitution und Hunderasse eingesetzt werden müssen.

Grundvoraussetzung in jedem Fall ist eine Erhöhung und Stabilisierung des Immunsystems des Hundes. Kein Stress, Geborgenheit, ausgewogenes Futter, innere Ruhe - all das verbessert seine Konstitution, sein Wohlbefinden und stärkt damit sein Immunsystem. Damit wird das Tier in die Lage versetzt, sich selbst mit dem Erreger auseinanderzusetzen und damit fertig zu werden. Besonders Tiere, die keine Symptome zeigen, haben dabei sehr gute Chancen. Eine "Spontanheilung" ist bei Hunden unter ca. 5 Jahren möglich und auch bekannt. Als unterstützende Mittel zur Erhöhung der Immunabwehr können gegeben werden: pflanzlich: Echinacea, synthetisch: Levamisole (Empfehlung: 4 Monate lang therapiebegleitend).
Für einen Therapieerfolg ist der Nachweis des Erregerstammes nötig (wird in Berlin gemacht). Die eigentliche Behandlung kann nur individuell erfolgen, es stehen verschiedene Präparate zur Verfügung, die grundsätzlich in Kombination und auf den jeweiligen Hund abgestimmt gegeben werden müssen (Allopurinol, Amphotericin B, Antimon, Ketoconazol, Interferon, Oleyl-PC u.a.). Es gibt sehr gute Therapieerfolge, z.B. mit Amphotericin B bei Leishmaniosehunden aus Frankreich und Spanien von 80 - 93 %, bei diesen Hunden kam es auch nach einem Jahr zu keinem Rückfall. Es wird ständig an neuen Präparaten und Behandlungsmöglichkeiten mit sehr guten Aussichten geforscht.
Leishmaniose ist eine Erkrankung, die viele Menschen aus Unwissenheit in Angst und Schrecken versetzt. Leider sind auch die meisten deutschen Tierärzte nicht ausreichend informiert und tragen dadurch zur allgemeinen Panik und Verunsicherung bei. Je früher bei Auftreten von Symptomen und Erregernachweis mit der Therapie begonnen wird, desto besser sind die Heilungschancen. Es gibt für Halter infizierter oder erkrankter Hunde inzwischen gut arbeitende Selbsthilfegruppen.

Im Umgang mit infizierten Tieren besteht für den Menschen keine Gefahr sich zu infizieren, trotzdem müssen natürlich entsprechende Hygieneregeln (Händewaschen, Vorsicht im Umgang mit offenen Wunden etc.) eingehalten werden, die für Hundehalter sowieso selbstverständlich sein sollten. Wissenschaftlich gesehen gibt es KEINEN einzigen nachgewiesenen Fall, bei dem sich der Mensch durch seinen Hund infiziert hat, eben weil inzwischen der Entwicklungsweg der Leishmanien bekannt und erforscht ist.

Es besteht also absolut kein Grund, "vorsichtshalber" gesunden Tieren aus südlichen Ländern eine Chance auf ein neues Leben in Deutschland zu verweigern.

Quelle: Alba



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Q. Was ist Leishmaniose

Was ist Leishmaniose

Sandmücke oder Leishmania Leishmaniose ist eine parasitäre Erkrankung, die Hunde befällt und von Sandmücken übertragen wird. Die weiblichen Sandmücken können ein erkranktes Tier stechen und dabei den Erreger (Leishmania) mit dem gesaugten Blut aufnehmen. Diese Parasiten mutieren im Organismus des Insekts und werden innerhalb weniger Tage infektiös.

Wenn dieses Insekt danach ein gesundes Tier sticht, kann es die Krankheit übertragen.
Es muss jedoch eindeutig klargestellt werden, dass es KEINE direkte Übertragung zwischen Tieren oder Tieren und Menschen gibt. Eine Übertragung der Krankheit ist AUSSCHLIESSLICH über die Sandmücke möglich. Darüber hinaus kommt es bei Menschen sehr selten zu einer Ansteckung und auch dann nur bei Personen mit einem geschädigtem Immunsystem (wie. z.B. durch HIV).

Die Leishmanien befinden sich im Blutkreislauf und Knochenmark des erkrankten Hundes. Zwischen dem Stich der Sandmücke und dem möglichen Nachweis der Krankheit koennen zwischen 4 und 6 Monate vergehen. In dieser Inkubationsphase ist die Krankheit auch durch einen Bluttest nicht feststellbar. Nach Ablauf dieser Zeit können Symptome wie u.a. übermäßiges Wachstum der Nägel, Drüsenschwellungen, charakteristischer Haarausfall an Ohren und rund um die Augen, Gewichtsverlust trotz Appetit und regelmäßiger Nahrungsaufnahme auftreten. Bei nicht behandelten Hunden befällt der Parasit nach und nach die inneren Organe (Leber, Nieren etc.) und die Gesundheit des Tiere beginnt, ernsthaft Schaden zu nehmen.

Wird die Krankheit jedoch diagnostiziert und mit den derzeit verfügbaren Mitteln behandelt, kann das Tier während langer Jahre eine gute Lebensqualität haben und auch ein hohes Alter erreichen, wenn es gute Lebensbedingungen hat und korrekt betreut wird.

Durch die Behandlung wird erreicht, dass der Parasit im Knochenmark isoliert wird und sich nicht mehr auf die Gesundheit des Tieres aufwirkt, weshalb auch die Symptome verschwinden.

Wird das Tier jedoch nicht behandelt oder spricht nicht auf die Behandlung an, wird dessen Gesundheit nach und nach geschädigt und seine Einschläferung empfohlen.

Prävention

Die Leishmaniose ist eine in bestimmten Bereichen von Madrid und an der gesamten Mittelmeerkueste epidemische Krankheit. Sie kommt jedoch auch in anderen Regionen des Landesinneren vor.

Ein in keiner Weise geschützter Hund hat ein Ansteckungsrisiko zwischen 3 und 18 %. Das Risiko steigt, wenn das Tiere in ländlichen oder vorstädtischen Gebieten oder heissen Regionen lebt und wenn es ausserhalb des Hauses übernachtet.

Da es derzeit noch keinen Impfschutz gibt, ist die Vorbeugung die einzige Möglichkeit. Das Insekt lebt im Frühjahr und Sommer und u.U., wenn es heiss ist, auch noch im Herbst. Besonders aktiv ist es im Morgengrauen, in der Abenddämmerung und während der gesamten Nacht. Es wird daher empfohlen, das Tier während dieser Zeit nicht auszuführen und es im Inneren des Hauses schlafen zu lassen. Darüberhinaus sollte es während der betreffenden Jahreszeiten durch insektenabweisende und insektenabtötende Mittel, deren Anwendung und Dosierung vom Tierarzt festgelegt wird, geschützt werden.

Gleichwohl ist es empfehlenswert, jedes Jahr im Herbst/Winter einen speziellen Test machen zu lassen, denn die Behandlung ist desto wirkungsvoller je früher sie beginnt.

Behandlung

Werden klinische Symptome der Krankheit festgestellt, lassen Sie Ihrem Hund einen Bluttest machen um festzustellen, ob er wirklich an dieser Krankheit leidet. Der Erfolg der Behandlung ist umso grösser, wenn sie in den ersten Phasen der Krankheit einsetzt. Daraus ergibt sich auch die Bedeutung der jährlichen Blutuntersuchung.

Die Behandlung unterdrückt die Symptome und gestattet dem Tier über lange Jahre eine gute Lebensqualität.

Zur Behandlung eingesetzt werden Alopurinoltabletten und ein Antimon-Praeparat (Glucantime), die nach Anweisung des Tierarztes je nach individuellem Bedarf verschrieben werden. 2 bis 3 Mal im Jahr müssen Blutuntersuchungen gemacht werden, um den Krankheitsverlauf und mögliche Rückfälle festzustellen.
Ungefähre Behandlungskosten:
Bluttest IFI + Proteinogramm + Blutbild: EUR 35,-- (2-3 x jaehrlich)
Alopurinol/Zyloric 300 (30 Tabl., i.d.R. Monatsbedarf) EUR 3,43
Glucantime H (10 Ampullen/Packung) EUR 4,93 *
* (fuer eine 30tägige Therapie eines grossen Hundes werden i.d.R. 6 Packungen bei Verabreichung von 5 ml 2 x täglich benötigt).


Links für mehr Informationen

Parasitus Ex e. V. - Hilfe bei Leishmaniose und Reisekrankheiten

leishmaniose.de - Infopage über Leishmaniose und Sandmücken


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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Hundewissen


Q. Jagdhund nicht gleich Jagdhund und was ist eigentlich ein Jagdhund

Was ist eigentlich ein Jagdhund?

Gibt es diesen Hund wirklich im Sinne des allgemeinen Denkens, der Hund jagt andere Tiere?

NEIN, nicht wirklich mit Ausnahme der Bracken (z.B. der Beagle!!!) und darauf besonders abgerichtete Hunde wie z.B. die Galgos in Spanien etc.!

JEDOCH man sollte wissen das fast jeder Hund, insbesondere Rüden einen gewissen Jagdtrieb besitzen, die Hundebesitzer kennen dies z.T. einschlägig.

Man muss Jagdhunde eigentlich in verschiedene Gruppen aufteilen, es gibt:

Apportierhunde (z.B der Golden Retriever )

Erdhunde ( z.B. der Foxterrier )

oder auch Bauhunde genannt (z.B. der Dackel)

Jagdhunde (z.B. der Beagle )

Schweißhunde (z.B. der Teckel )

Stöberhunde (z.B. der Cocker-Spaniel  )

Vorstehhunde (z.B. der Deutsch Kurzhaar, Münsterländer, Magyar Vizsla, Irish Setter, Pointer )

Hmm, jetzt haben auf einmal sehr viele Herrchen und Frauchen einen "Jagdhund" ?

Ich möchte mich zunächst kurz dem Vorstehhund widmen, denn:

Ich bin ein Vorstehhund, also ich jage nicht
Vorstehhunde haben die angeborene  Eigenschaft, dass sie dem Jäger entdecktes Wild durch "Vorstehen" anzeigen. Dabei verharren sie unter anderem ohne Laut zu geben in ihrer Bewegung und heben meist einen Vorderlauf. Der Jäger kann sich dann zur Schussabgabe vorbereiten, muss aber das vom Hund gefundene Wild selbst aufscheuchen. Durch diese spezielle angeborene Fähigkeit sind sie nicht dafür vorgesehen und geeignet die Beute selbst zu erjagen!!

Die Erkenntnis daraus ist, das die Vorstehhunde weniger "Jäger" oder "Jagdhund" sind als z.B. ein Deutscher Schäferhund.

Leider meinen auch erfahrene Hundetrainer, Jagdhunde über einen Kamm scheren zu müssen und viele neue aber auch "alte" sowie "ehemalige" Hundebesitzer scheuen sich deshalb einen Hund aufzunehmen wenn dieser die Bezeichnung JAGDHUND führt, besser der Gesamtgruppe Jagdhund zugeordnet wird oder so aussieht oder auch ein Hund der mit ständiger am Boden schnüffelnder Nase sich bewegt.

Man sollte immer schauen zur welcher Gruppe der "Jagdhund" gehört.

© Hinweis: Obiger Text darf frei für nicht kommerzielle Organe kopiert oder verlinkt werden, im Sinne der Fairniss und der Tierhilfe sollte aber ein Quellenhinweis zu http://www.hh-pfalz.de angegeben werden. Im Gegenzug werden alle Meldungen hierzu in unserer Linkliste aufgenommen. Die Rechte bleiben allerdings beim Verfasser: Dieter Rupp-Herzog bzw. Team-Media sowie der HundeHilfe-Pfalz. Die kommerzielle Verwendung bedarf einer Anfrage beim Verfasser und werden GRUNDSÄTZLICH gegen eine Spende zu einem eingetragenen Verein (e.V.) nach Wahl des Verfassers erlaubt! Auch diese werden in der Linkliste als Sponsoren KOSTENLOS aufgenommen.



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